Sprechblasen mit Bild von Interviewgast Matthias Sebald

Matthias Sebald im Interview: Power Platform

Sie ist aktuell in aller Munde: die Microsoft Power Platform. Auch wir haben uns dazu entschieden, unseren Kunden ihren Mehrwert and die Hand zu geben. Was ist die Microsoft Power Platform eigentlich, was kann sie und welche Rolle spielt YAVEON dabei? Matthias Sebald, Head of Innovation Management, Product & Portfolio Management, erklärt im Interview, was die Power Platform alles kann.

Matthias , was ist die Power Platform und warum wurde sie Teil unseres Portfolios?

Schon jetzt ist die Power Platform ein Teil von Microsoft Dynamics 365 Business Central. Einkaufsbestellungen im Vier-Augen-Prinzip und werteabhängig freigeben? Dafür sind fertige Vorlagen da und dazu auch schon die nötigen Lizenzen. Das wäre für uns schon Grund genug gewesen, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. In der Power Platform stecken schier unendliche Möglichkeiten und die sind leicht zugänglich. Besonders die Einbindung aller Mitarbeiter und Systeme in häufig stark optimierbare Unternehmensprozesse wie Bestellanforderungen, Reklamationsmanagement und das gesamte Antrags- und Freigabewesen ist ein großer Pluspunkt.

Bieten wir denn alle Bestandteile der Power Platform an?

Ja – wir kombinieren alle Elemente zu der für unsere Kunden besten Lösung. Das geht von PowerBI bis zu virtuellen Agenten wie Chatbots oder sogar Voicebots. Auch weitere KI-Technologien wie Bilderkennung, OCR und Textklassifizierungen können den Arbeitsalltag stark erleichtern – also warum darauf verzichten?

Da hast du Recht. Was spricht denn außerdem dafür, auf die Power Platform zu setzen?

Um dauerhaft erfolgreich sein zu können, müssen Unternehmen ihre Prozesse schnell und flexibel anpassen können, aber auch mit hoher Sicherheit ausstatten. Die erhöhte Prozessreichweite ist zudem ein Garant für bahnbrechende Optimierungen. Das gerne zu niedrigen Kosten und ohne zusätzliche Infrastruktur. Außerdem sollen keine hoch komplexen Programmierungen nötig sein und auch mal selbst Hand angelegt werden können? Genau dafür ist die Power Platform gemacht.

Die Power Platform Wirbt ja mit der Möglichkeit, ganz ohne Programmierkenntnisse zu digitalisieren. Geht das wirklich?

Ja, grafische Designer bieten einen intuitiven Gestaltungsprozess. Denken wir mal an Homepage-Baukastensysteme oder Serienbriefe in Word. Ganz ähnlich funktioniert die Power Platform. Auch wenn man nicht programmieren muss, ist es dennoch möglich und das öffnet die Türen zu allen Arten von Lösungen, auch hoch komplexen.

Was sind denn typische Praxisbeispiele für den Einsatz der Power Platform?

Man setzt in Unternehmen natürlich an den Stellen an, die deutlich optimiert werden können. Das sind meist alle Arten von Anträgen und Freigabeszenarien aber auch Prozessen, die mit Systembrüchen oder der Einbindung von Externen zu tun haben. Hier mal ein paar Beispiele dazu:

  • Reklamationsprozess mit Einbindung des Kunden
    Alle Beteiligten nutzen ein zentrales Portal und werden vom Workflow (Automate) aktiv eingebunden. KI unterstützt die Auswertung von Reklamationsbildern und ein Chatbot kann unkompliziert Fragen zum Vorgang beantworten.
  • Bestellanforderungen
    Vermeiden von „wilden“ Bestellungen, Verhindern von Mindermengenzuschlägen, erhöhten Versandkosten, Freigabe- und Unterschriftenregelungen, automatisierte Anlage von Bestellungen im ERP-System – all das und ein schickes Portal unterstützen den künftigen Bestellprozess und sorgen für weniger Reibung im Unternehmen.
  • Lieferantenportal
    Sie arbeiten eng mit Lieferanten, Fremdfertigern oder externen Lägern zusammen und müssen vieles doppelt erfassen, zeitverzögert und fehleranfällig? Hier kommt das Lieferantenportal ins Spiel.

Es gibt noch viele viele weitere Beispiele. Wir beraten dazu natürlich gerne.

Wow, praktisch. Aber Wenn man selbst digitalisieren kann, welche Rolle spielt dann überhaupt YAVEON?

Der erste Schritt ist oftmals der schwierigste und genau da kommen wir ins Spiel. Ausgehend von der Fragestellung „Wie machen das denn andere?“ begleiten und unterstützen wir bei der Umsetzung, bringen unsere Branchenexpertise aber auch schon fertige Produkte und Lösungsbausteine mit. So vermeiden wir Pannen und kommen schnell und sicher ans Ziel.

Verstehe. Wie läuft denn ein Power Platform-Projekt ab?

Wir klären zunächst die genaue Anforderung und stimmen mögliche Lösungswege ab. Sofern wir schon was Fertiges oder Ähnliches haben, stellen wir das jetzt vor. Ist nun der Weg zur Lösung klar, wird der kaufmännische Teil geregelt und dann geht es auch schon los. Meist ist nach kurzer Zeit schon eine erste Version testbereit. Danach geht es um das „Ausrollen“, also vor allem auch um das Bekanntmachen und die Akzeptanz der Lösung im Unternehmen. Bei größeren Projekten bietet sich ein Team von Piloten an, die sich die Neuerung ganz kritisch anschauen und Feedback geben. Am Ende schreiben wir gerne noch eine kleine Erfolgsstory, die auch anderen zeigt, wie innovativ und agil unsere Kunden arbeiten.

Wie lange dauert es, bis Kunden die Funktionen der Power Platform nutzen können?

Da keine lokale Infrastruktur erforderlich ist, geht das sehr schnell. Entweder den bestehenden Microsoft-Account nutzen oder eine eigenständige Demoumgebung anlegen – in einer paar Minuten kann man schon Hand anlegen. Schauen wir auf die Umsetzungszeit von Projekten, geht das von „An app in two minutes“ bis hin zu Tagen und Wochen, wenn es um umfangreiche und komplexere Szenarios geht.

Hast du schon Rückmeldungen von Kunden zur Power Platform bekommen und wenn ja, welche?

Vor allem die intuitive grafische Oberfläche überzeugt. Es ist kein Informatikstudium erforderlich, um damit Prozesse gestalten zu können. Wenn wir dann noch den Blick auf die über 1.000 Konnektoren zu namenhaften Softwaresystemen richten, wird den Kunden schnell klar, was da für ein Optimierungspotenzial und welche Flexibilität erzeugt wird.

Was ist dein persönliches Highlight an der Power Platform?

Ich mag die Einfachheit, die Unkompliziertheit und die Geschwindigkeit, mit der wir Kunden helfen können. Richtig cool sind aber vor allem die KI-Komponenten. Die können Beeindruckendes leisten, was so mit klassischen Systemen gar nicht möglich wäre. Sie sind ebenfalls ohne Programmierung in die Apps und Prozesse der Power Platform einbezogen – das ist wirklich beeindruckend.

Erweitern wir den Blick etwas: Welche Synergien gibt es zwischen der Power Platform und dem weiteren YAVEON Portfolio?

Vergleichen wir das mal mit einem Orchester. Jeder Musiker spielt sein Instrument, hat seine Noten und liefert einen wichtigen Beitrag zum Ganzen. Für sich allein spielend hat das aber wenig Wirkung. Erst wenn das Zusammenspiel aus allen Instrumenten einsetzt, die Melodie von einem zum anderen übergeben wird und alle strukturiert und koordiniert beitragen, entsteht ein überwältigendes Ergebnis. In der Welt der Softwaresysteme und Prozesse ist das ganz ähnlich – nur ist genau da das Zusammenspiel der einzelnen Systeme und Menschen mit rhythmischen Störungen, Fehlern und Wiederholungen verbunden. In der Musik greift hier der Dirigent ein – im Unternehmen helfen Tools wie die Power Platform, das Zusammenspiel zu organisieren und so Fehler, Doppelerfassungen und lange Wartezeiten systematisch zu vermeiden – das ganzheitlich und mit Einbindung der Kunden und Lieferanten.

Zum Schluss noch eine Frage zu uns: Inwieweit nutzen wir selbst die Power Platform?

Wir haben genau wie jedes andere Unternehmen auch viele Prozesse und haben lehrreich erlebt, was ein ausgeprägtes Papierwesen bedeuten kann. IT-Antrag, Urlaubsantrag, Reiseantrag, Innovationsmanagement und vieles mehr. All das ist heute schon digital und wird gerade auf Power Platform-Basis umgestellt.

Sie wollen weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Power Platform kennenlernen und Informationen, wie Sie zu Ihrer kostenfreien Testversion gelangen? Dann nichts wie los zu unserer Lösungsseite.

Autor

Kein Komma zu viel, kein Satzzeichen zu wenig: Katharina Miller schafft es, eigentlich komplexe Themen auf einfache und verständliche Sätze herunterzubrechen. Ihre Texte enthalten alles, was man sich von einer guten Content Marketing Managerin wünscht: Wissen aus mehr als fünf Jahren IT-Erfahrung, spannende Geschichten, gespickt mit dem nötigen Fachwissen, ansprechende Beispiele und Metaphern sowie vor allem eins: Mehrwert für den Leser. 

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